Classique

Joseph Haydn steht im Zentrum der ersten Konzerte der Dresdner Philharmonie nach der Corona-Zwangspause und gibt auch diesem Programm den Rahmen: Seiner ›Sinfonia concertante‹ steht die ›Klassische Sinfonie‹ von Prokofjew gegenüber. Ein kontrastierendes Intermezzo bildet Faurés Suite ›Pelléas et Mélisande‹.
In der ›Concertante‹ – eigentlich eine der ›Londoner Sinfonien‹ von Joseph Haydn – treten Oboe, Fagott, Violine und Violoncello mit ihren unterschiedlichen Klangfarben und instrumentalen Möglichkeiten in einen eleganten Dialog untereinander und mit dem Orchester. Gleich vier Solisten des Orchesters haben hier die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Sergei Prokofjews Erste Sinfonie, mitten im Ersten Weltkrieg geschrieben, ist der Versuch, den transparenten Klang der Wiener Klassik nachzuahmen und eine Sinfonie im Stile Haydns zu komponieren. ›Wenn Haydn heute noch lebte, dachte ich, würde er seine Art zu schreiben beibehalten und dabei einiges vom Neuen übernehmen. Solch eine Sinfonie wollte ich schreiben – eine Sinfonie im klassischen Stil.‹ Gabriel Faurés Bühnenmusik zum Drama ›Pelléas et Mélisande‹ von Maurice Maeterlinck – ein Hauptwerk des Symbolismus – fängt die tragische Atmosphäre der Geschichte in kongenialer Weise ein. Die daraus abgeleitete Orchestersuite ist ein sinfonisches Meisterwerk, das die schillernd-mystische Abgründigkeit des Dramas ebenso intensiv wie ergreifend deutet.

Joseph Haydn
Sinfonia concertante B-Dur
für Oboe, Fagott, Violine, Violoncello und Orchester (1792)
Gabriel Fauré
›Pelléas et Mélisande‹ Suite (1898)
Sergei Prokofjew
Sinfonie Nr. 1 D-Dur ›Klassische Sinfonie‹ (1917)





Vasily Petrenko | Dirigent
Solisten der Dresdner Philharmonie:
Johannes Pfeiffer
| Oboe
Daniel Bäz
| Fagott
Heike Janicke
| Violine
Matthias Bräutigam
| Violoncello
Dresdner Philharmonie

Zurück