Dvořák und Reicha

Böhmische Kammermusik aus dem 19. Jahrhundert

Im selben Jahr geboren, miteinander befreundet und beim gleichen Lehrer Kompositionsunterricht genommen – während Beethoven in der Musikwelt bekannter kaum sein könnte, ist sein Freund Anton Reicha eher ein Geheimtipp geblieben. Zu Reichas Lebzeiten war das allerdings anders, hat er doch zu Beginn des 19. Jahrhunderts vor allem mit seinem Werken für Bläserensemble die Kammermusik ein gewaltiges Stück vorangebracht. In unserem Konzert erklingt sein Grand quatuor concertant in der ganz ungewöhnlichen Besetzung mit Klavier, Flöte, Fagott und Cello. Gegen Ende desselben Jahrhunderts war es sein Landsmann Antonin Dvořák, der die böhmische Kammermusik unverwechselbar prägte. Sein Streichquintett ist nichts Geringeres als eine Art Sinfonie für fünf Instrumente, die noch dazu ziemlich böhmisch klingt. Kein Wunder, hat doch Dvořák ganz bewusste Volksmelodien darin verarbeitet.

 

(Das ursprünglich geplante Programm musste kurzfristig geändert werden.)

 

Antonín Dvořák
Streichquintett G-Dur op. 77 für zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass
Pausengespräch mit den Mitgliedern der Kurt Masur Akademie im Foyer 1. OG
Anton Reicha
Grand quatuor concertant Es-Dur op. 104 für Klavier, Flöte, Fagott und Violoncello

Maximilian Otto | Klavier
Kathrin Bäz | Flöte
Daniel Bäz | Fagott
Daniel Thiele | Violincello

Mitglieder der Kurt Masur Akademie – Orchesterakademie der Dresdner Philharmonie:
Hobin Yi | 1. Violine
Aleksandra Varaksina | 2. Violine
Hyelin Yun | Viola
Michael Schmitz | Violoncello
Caroline Renn | Kontrabass

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