Frühlingsmorgen

"Porzellanpuppe der Musik" nannte ein Kritiker Lili Boulanger, als sie 1913 als erste Frau überhaupt den "Prix de Rome" gewann, den bedeutendsten Komponistenpreis der damaligen Zeit. Was etwas abfällig klingt, hatte aber vor allem mit ihrer Erscheinung zu tun, denn die damals 19-Jährige war eine äußerst zarte und zerbrechlich wirkende Frau. Was für ein enormes Talent sie verloren hatten, merkten viele aber erst, als sie mit nur 24 Jahren starb. Ihr Klaviertrio "Frühlingsmorgen" ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel. Wenig bekannt ist auch Faurés Kammermusik - zu Unrecht! Viele seiner Werke sind in Frankreich äußerst beliebt, unter anderem sein Klavierquintett, das in diesem Konzert erklingt.

Lili Boulanger
"D'un matin de printemps" für Klaviertrio
Ernest Chausson
Konzert D-Dur für Violine, Klavier und Streichquartett
Gabriel Fauré
Klavierquintett d-Moll

Nathan Giem | Violine
Rieko Yoshizumi | Klavier
Eva Dollfuß | Violine
Adela Bratu | Violine
Christina Biwank | Viola
Clemens Krieger | Violoncello

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