Liebe zu den drei Orangen

Märchen und Mythen haben Komponisten zu jeder Zeit inspiriert - in diesem Konzert ist gleich dreimal Gelegenheit, in Musik gefasste Handlungen zu erleben. Prokofjews "Liebe zu den drei Orangen" gehört mit ihrem anarchischen Witz und der hinreißend spielerischen Musik zu den unterhaltsamsten Opernkompositionen des letzten Jahrhunderts. Unterhaltsam im besten Sinne ist auch Faurés Musik zum Drama um Pelléas und Mélisande, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts geradezu en vogue in der Musikwelt war. Fauré hat dafür eine ganz eigene Stimme gefunden - seine Suite ist ein sinfonisches Meisterwerk, das die schillernd-mystische Abgründigkeit des Dramas intensiv deutet. Der orchestrale Höhepunkt des Programms schließlich ist mit "Bacchus et Ariane" erreicht, worin Roussel sich als Meister der großen Form erweist und uns nachdrücklich ins Bewusstsein bringt, dass er zu den hierzulande viel zu wenig bekannten Komponisten des vergangenen Jahrhunderts gehört.

Die Konzerteinführung im Veranstaltungssaal der Zentralbibliothek (1. OG) beginnt eine Stunde vor dem Konzert.

Sergei Prokofjew
Suite aus der Oper
"Die Liebe zu den drei Orangen"
Peter Tschaikowski
Violinkonzert D-Dur
Gabriel Fauré
"Pelléas et Mélisande" Suite
Albert Roussel
"Bacchus et Ariane" Suite Nr. 2

Stéphane Denève | Dirigent
Nikolaj Szeps-Znaider | Violine
Dresdner Philharmonie

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