Rachmaninow 2

Wenn die norwegische Geigerin Vilde Frang die Bühne betritt, groß gewachsen, oft in leichte, fließende Kleider gehüllt, hat sie etwas Elfenhaftes. Doch darin verbirgt sich eine junge Frau mit einem ausgeprägten Charakter und einer starken Persönlichkeit. Das hört man auch ihrem Spiel an, das von Spannung, Intensität und vor allem Neugier geprägt ist. „Die Musik stellt permanent Fragen, auf die man als Interpret Antworten finden muss“, sagte sie einmal in einem Interview. Neugierig war sie offenbar auch auf Schostakowitschs Violinkonzert, das sie nun im Kulturpalast interpretiert. Aufregend bleibt es auch mit der Sinfonie des Abends. Rachmaninow schuf seine Zweite in Dresden, gleichwohl wurde sie 1908 in St. Petersburg uraufgeführt – am Pult stand der Komponist selbst. Heute ist sie für viele die „russischste“ Sinfonie überhaupt.

Ein Konzert im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele

Konzerteinführung im Veranstaltungsraum der Zentralbibliothek je 60 Minuten vor Konzertbeginn.

Dmitri Schostakowitsch
Violinkonzert Nr. 1 a-Moll
Sergei Rachmaninow
Sinfonie Nr. 2 e-Moll

Kahchun Wong | Dirigent
Vilde Frang | Violine
Dresdner Philharmonie

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