Symphonie fantastique

Das Programmheft kann entfallen. Das meinte jedenfalls Hector Berlioz, der seine Symphonie fantastique für selbsterklärend hielt. Und tatsächlich tauchen wir auch ohne Anleitung in innere Bilder ein, wenn seine Musik anhebt zur Erzählung einer dramatischen Liebesgeschichte. Dabei spaltete das Werk bei seiner Uraufführung das Publikum. Die einen meinten, der Komponist sei wahnsinnig geworden, die anderen waren hellauf begeistert. Neu waren vor allem die Klangmischungen und -farben, die Berlioz erfand und die bis heute ihre Magie nicht verloren haben. Farbenreich ist auch Rachmaninows Rhapsodie, die er auf eine der abenteuerlich virtuosen Capricen von Pagagini schrieb. Sie ist sein letztes Werk für Klavier solo, das der im Schweizer Exil lebende russische Komponist schrieb, und noch einmal bot er alle Kunst auf und beglückte Pianisten und Publikum mit Brillanz, technischer Rafinesse und vor allem ungeheuer schöner Musik!

Die Konzerteinführung im Veranstaltungssaal der Zentralbibliothek (1. OG) beginnt eine Stunde vor dem Konzert.

Hector Berlioz
"Symphonie fantastique"
Sergei Rachmaninow
Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43

Mikko Franck | Dirigent
Anna Vinnitskaya | Klavier
Dresdner Philharmonie

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