Vanitas

Das Wort ›Vanitas‹ meint die Nichtigkeit alles Irdischen. Es ist gewiss kein Zufall, dass solche existentielle Erfahrung besonders in der europäischen Literatur des 17. Jahrhunderts immer wieder beschworen wurde, denn der Dreißigjährige Krieg konfrontierte die Menschen in bis dahin ungekanntem Maße mit Elend und Hinfälligkeit. Auf Texte aus dieser Zeit griff Salvatore Sciarrino in seinem Stilleben in einem Akt zurück, das Elemente von Musiktheater, Kammermusik und Liederzyklus vereint und eine Klangwelt von bestürzender Expressivität und berückender Schönheit entwirft.

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Salvatore Sciarrino
Composer in Residence
›Vanitas. Natura morta in un atto‹ (Stillleben in einem Akt) (1981)
für Stimme (Mezzosopran), Violoncello und Klavier

nach Texten von Anonymus, Giovan Leone Sempronio, Giovan Battista Marino, Robert Blair, Jean de Sponde, Martin Opitz, Johann Christian Günther, Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen


Noa Frenkel | Mezzosopran
Martina Schucan | Violoncello
Florian Hoelscher | Klavier

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