Geniale Schöpfung

„Die Einleitung der ‚Schöpfung‘ ist eine Abenteurertat, mit der Haydn in der Musikgeschichte weit vorausgegriffen hat.“ Marek Janowski gerät schnell ins Schwärmen, wenn er von Haydn spricht und ganz besonders von diesem Werk. Kein Wunder, wenn man allein an die Schilderung des Chaos zu Beginn denkt, die in der Bibel der Erschaffung des Lichts vorausgeht. Und daran, wie effektvoll es ist, wenn mitten in düsterem, leisen Grollen der Musik zu den Worten „Es werde Licht!“ das Orchester urplötzlich in volle Lautstärke und strahlendes C-Dur ausbricht. Manchmal gehen noch heute genau an dieser Stelle die Lichter im Saal an! An Effekten mangelt es dem Werk nicht, aber es beeindruckt vor allem durch seine musikalische Sprache, mit der Haydn Die Entstehung der Welt erzählt. Da wird keine Minute zu lang…

Konzerteinführung im Veranstaltungsraum der Zentralbibliothek je 60 Minuten vor Konzertbeginn.

Joseph Haydn
„Die Schöpfung“ (1796/98)
Oratorium für Soli, Chor und Orchester

Marek Janowski | Dirigent
Christiane Karg | Sopran
Benjamin Bruns | Tenor
Tareq Nazmi | Bass
MDR-Rundfunkchor
Dresdner Philharmonie

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