Herzog Blaubarts Burg

104 Sinfonien hat Joseph Haydn geschrieben. Nummer 97 gehört also zu seinen späten und - das kann man mit Fug und Recht sagen - zu seinen reifsten. Komponiert für ein musikhungriges Publikum in London, begeistert sie auch heute noch mit Witz, Charme und vielen unerwarteten Wendungen. "Herzog Blaubarts Burg" dagegen ist die erste und einzige Oper von Béla Bartók. Aber mit ihr gelang ihm ein Meisterwerk, das uns bis in seinen Bann zieht. Eiseskälte und Dunkelheit herrschen in Herzog Blaubarts Burg. Judith hat ihr vergangenes Leben hinter sich gelassen, um mit ihrer Liebe seine düstere Festung zu erhellen und den Geheimnissen seiner Seele auf den Grund zu gehen. Die Figur des Blaubart wird dabei nicht nur zur Projektionsfläche Judiths, sondern zum gesellschaftlichen Konstrukt unser aller Träume und Wunschvorstellungen.

Die Konzerteinführung im Veranstaltungssaal der Zentralbibliothek (1. OG) beginnt eine Stunde vor dem Konzert.

Béla Bartók
"Herzog Blaubarts Burg" Oper in einem Akt nach dem Text von Béla Balázs (1911)
Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 97 C-Dur (1792)

Adam Fischer | Dirigent
Miklós Sebestyén | Herzog Kékszakallú/Blaubart (Bariton)
Ann Petersen | Judith (Sopran)
Dresdner Philharmonie

Go back