Kammermusik und Tanz

Watschenkonzert: So wird heute gelegentlich ein Konzert genannt, das 1913 im Musikvereinssaal Wien stattfand und in dem lauter zeitgenössische Werke aufgeführt wurden. Schon während des Konzerts brach Tumult zwischen Anhängern und Gegnern dieser Musik aus, bei dem man sich auch gegenseitig Ohrfeigen verpasste, daher der Name. Arnold Schönberg dirigierte in diesem Konzert unter anderem seine Erste Kammersinfonie. Dass sie später ein Schlüsselwerk der Moderne wurde, verdankt sie in gewisser Weise auch Erwin Schulhoff. Dessen „Fortschrittskonzerte“ in den 1920er Jahren waren berühmt für die Mischung aus Jazz, Klassik und anderen Stilen, was damals noch höchst anrüchig war. Tanz inspirierte fast alle Komponisten unseres Programms, und so ist es folgerichtig, dass einige Werke auch tänzerisch interpretiert werden…

Erwin Schulhoff
Streichquartett Nr. 1
Frank Bridge
„Phantasy“ Klavierquartett fis-Moll
Arvo Pärt
„Spiegel im Spiegel“ für Klavier und Violoncello
Maurice Ravel
aus: Sonate für Violine und Violoncello
„A la mémoire de Claude Debussy“
Helmut Oehring
KATHARSIS III für Tänzerin und Violine (2021)
Rainer Lischka
aus: „Vier Temperamente“ für Violoncello solo
Erwin Schulhoff
aus: Duo für Violine und Violoncello
Arnold Schönberg
Kammersinfonie Nr. 1 E-Dur op. 9 für 15 Soloinstrumente

Martijn Dendievel | Dirigent
Katja Erfurth |
Tanz, Choreographie
Freies Ensemble Dresden
sowie weitere Mitglieder der Dresdner Philharmonie

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