Schütz im Kulturpalast

Der liturgischen Verwendung entsprechend, vertont Heinrich Schütz in der Matthäuspassion die Passionsgeschichte ganz ohne Instrumente, rein a cappella. Heutige Hörer mag diese Kargheit irritieren, denn der Evangelist berichtet ganz nüchtern. Immer wieder jedoch lässt Schütz einzelne Worte musikalisch besonders aufleuchten. Die chorischen Einwürfe sind ebenfalls knapp gehalten, oft auf nur wenige Sekunden verdichtet. Doch inmitten der einstimmigen Rezitation entfaltet diese plötzliche Mehrstimmigkeit eine umso intensivere Wirkung und macht die Wechsel umso dramatischer. Im Zusammenspiel von Solo und Chor entfaltet die Passionserzählung eine Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann.

Auf Einladung der Dresdner Philharmonie

 

 

Heinrich Schütz
Matthäuspassion für Chor a capella (1666)
„Historia des Leidens und Sterbens unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi nach dem Evangelisten Matthäus“


Hans-Christoph Rademann | Dirigent
Georg Poplutz | Evangelist - Tenor
Martin Schicketanz | Jesus - Bariton

Dresdner Kammerchor

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