Schumann und Bruckner

Schumanns einziges Klavierkonzert ist ein Doppelporträt des Komponisten und seiner geliebten Frau Clara. Es ist ein von romantischer Sehnsucht wie von jugendlichem Optimismus erfülltes Stück, das aber seinen phantanstischen Einfallsreichtum in eine klare Form gießen kann. Seine Siebte Sinfonie in E-Dur bedeutete für Anton Bruckner nach langen Jahren des Verkanntseins den endgültigen Durchbruch. Das Werk ist von glühender Farbenpracht. Zentraler Satz ist das Adagio, das Bruckner mit dem Tod des hochverehrten Richard Wagner in Verbindung brachte. Die trauervollen Klänge dieses Satzes kontrastieren stark mit der Hochstimmung der übrigen Sätze, von denen der letzte geradezu übermütig wirkt.

Robert Schumann (1810-1856)
Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54 (1845)
Anton Bruckner (1824-1896)
Sinfonie Nr. 7 E-Dur WAB 107 (1883)

Michael Sanderling | Dirigent
Alice Sara Ott | Klavier
Dresdner Philharmonie    

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