Symphonie liturgique

Olivier Messiaen steht in seinem Frühwerk „Die vergessenen Gaben Gottes“ mit einem Schlag als ein ganz eigenständiger Komponist da. Klanglich und harmonisch zeigt das Werk bereits jene präzise Fantasie, die Messiaens Schaffen zeitlebens trug. Als eingefleischter Konservativer galt hingegen Camille Saint-Saëns. Aber die Konzertform verlockte auch ihn bisweilen, Ausblicke in bisher unbekannte Welten zu wagen. Von der Erfahrung des Zweiten Weltkriegs gezeichnet ist Arthur Honeggers monumentale „Symphonie liturgique“. Alle drei Sätze tragen lateinische Motti aus der Liturgie der katholischen Kirche. Die Darstellungen von Schrecken und Verzweiflung münden im dritten Satz in eine ergreifende Bitte um Frieden.

Olivier Messiaen
„Les offrandes oubliées“
Méditation symphonique für Orchester (1930)
Camille Saint-Saëns
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll (1872)
Arthur Honegger
Sinfonie Nr. 3 „Liturgique“ (1946)



Lorenzo Viotti | Dirigent
Gautier Capuçon | Violoncello
Dresdner Philharmonie

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