In Kooperation mit der Bundesstiftung Baukultur, anlässlich des bundesweiten Baukultur-Aktionstages Was bedeutet es, wirklich gemeinsam zu gestalten? Wer sitzt am Tisch – und wer fehlt noch? Am bundesweiten Aktionstag der Langen Tafeln der Baukultur laden wir – das ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen – gemeinsam mit den sächsischen Verbänden des bdla, des bdia, des BDA und der Architektenkammer zum Gespräch und zum gemeinsamen Tun ein. Im Mittelpunkt steht der Austausch zwischen Planenden, Entwerfenden und Fachexpert:innen aus dem sächsischen Baukulturnetzwerk. Unter dem Motto „Gemeinsam Gestalten“ nehmen wir uns Zeit für die Fragen, die uns bewegen: Wie gelingt kollaboratives Arbeiten über Disziplingrenzen hinweg? Wer sind unsere Gesprächspartner:innen – und wer sollte es sein? Die Herausforderungen, vor denen Stadt, Architektur und Landschaft heute stehen, lassen sich nicht mehr innerhalb einer einzigen Disziplin lösen. Klimaanpassung, soziale Teilhabe, Wohnraum, öffentlicher Raum – all das verlangt nach Perspektiven, die über das jeweils eigene Fachgebiet hinausgehen. Gerade unerwartete Verbindungen – zwischen Architektur und Sozialarbeit, zwischen Landschaftsplanung und Kulturwissenschaft, zwischen Ingenieurwesen und Bildung – können der Ausgangspunkt für wirklich innovative Ansätze sein. Gemeinsames Gestalten ist dabei immer auch eine professionelle Haltung: Wer als Planende:r früh unterschiedliche Nutzergruppen, Nachbarschaften und bisher wenig gehörte Stimmen einbezieht, gestaltet nicht nur bessere Orte – sondern stärkt das Vertrauen in demokratische Prozesse insgesamt. Die Frage, wen wir an den Tisch holen, ist keine nachgelagerte – sie ist eine der wichtigsten. Wir wollen gemeinsam herausfinden: Wo gelingt interdisziplinäres Arbeiten bereits gut? Welche Hürden bestehen noch? Welche Disziplinen können und sollten enger zusammenwachsen? Und wie gestalten wir Prozesse so, dass mehr Stimmen gehört werden? Die weiße Tischdecke wird bei unserer Langen Tafel zur gemeinsamen Zeichenunterlage – Ideen, Skizzen und Gedanken entstehen direkt am Tisch, im Gespräch und in der Begegnung. Ein Teil des Programms öffnet die Tafel bewusst in den Stadtraum: Mit buntem Klebeband entsteht rund um den Tisch ein gemeinsamer Grundriss auf dem Platz – und alle, die vorbeikommen, sind eingeladen, mitzuzeichnen und in das Gespräch einzutreten. Denn gemeinsames Gestalten beginnt dort, wo Fachkompetenz und gelebter Alltag sich begegnen. Wir laden herzlich ein: Planende, Entwerfende, Bauende, Auftraggeber:innen und Studierende aus dem sächsischen Baukulturnetzwerk – und alle Dresdner:innen, die Lust haben, einen Moment innezuhalten und mitzudenken.
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