Einen Satz einer Sinfonie im Konzert wiederholen? Zu Beethovens Lebzeiten war das keine Seltenheit, und den zweiten Satz seiner Siebten Sinfonie liebte das Publikum so sehr, dass er regelmäßig gleich noch einmal gespielt werden musste. Heute ist das unüblich, aber ihre Anziehungskraft hat die Sinfonie bis heute nicht verloren. Als „Apotheose“, also als Vergöttlichung des Tanzes wurde sie auch bezeichnet, kein Wunder, denn der Rhythmus spielt in allen vier Sätzen eine wichtige Rolle. Ob das „Siegfried-Idyll“ von Richard Wagner nach seiner ersten Aufführung ebenfalls wiederholt werden musste, ist unbekannt. Denkbar wäre es aber, denn er komponierte es als Geschenk für seine Frau Cosima, für die es an ihrem Geburtstag auf der großen Treppe des Wohnhauses der Familie uraufgeführt wurde. Der Titel bezieht sich auf Siegfried, den gemeinsamen Sohn, und zugleich auf Wagners Opernhelden. Mozarts Violinkonzert in A-Dur wird auch „Türkisches Konzert“ genannt, wohl wegen des überraschenden, exotisch gefärbten Finales. Er selbst war ein exzellenter Geiger und konnte seine genaue Kenntnis des Instruments in das Konzert einfließen lassen, das mit Virtuosität, Charme und Witz überzeugt.
Programm
Richard Wagner
"Siegfried-Idyll"
Wolfgang Amadeus Mozart
Violinkonzert A-Dur
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 7 A-Dur
Mitwirkende
Tabita Berglund
Dirigentin
Guido Sant'Anna
Violine
Dresdner Philharmonie
Orchester