Beethovens drittes Klavierkonzert ist ernster und spannungsgeladener als viele Werke seiner Zeit – schon die dunkle Tonart c-Moll deutet das an. Klavier und Orchester begegnen sich hier weniger höflich als diskussionsfreudig, mal eng verbunden, mal deutlich gegeneinander. Bei der Uraufführung spielte Beethoven selbst den Solopart, obwohl Teile noch nicht vollständig notiert waren – er improvisierte einfach. Der langsame zweite Satz wirkt wie ein kurzes Innehalten, fast losgelöst vom restlichen Geschehen. Im Finale kehrt die Energie zurück, doch die Grundspannung bleibt spürbar. So steht das Konzert an der Schwelle zwischen klassischer Form und sehr persönlichem Ausdruck.
Bei unseren abgeFRACKt-Konzerten ist einiges anders: Das Orchester sitzt nicht im Frack auf der Bühne. Auch muss niemand befürchten, an der falschen Stelle zu klatschen.
Wer mehr über die Musik erfahren möchte, lädt sich die kostenlose Wolfgang-App aufs Smartphone und bekommt live im Konzert Erklärungen zum Werk. Anschließend laden wir ein, noch zu bleiben und im Café „Tutti“ den abgeFRACKt-Cocktail (auch alkoholfrei), die Hauslimo, ein Glas Wein oder Bier zu genießen, zu entspannen und mit Musiker:innen des Orchesters zu plaudern.
Programm
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll
Mitwirkende
Marin Alsop
Dirigentin
Kirill Gerstein
Klavier
Dresdner Philharmonie
Orchester