Mit Pauken und Klavier – Bartóks Erstes Klavierkonzert kann man getrost als Schlagzeugkonzert bezeichnen. Nicht nur, weil er das Klavier fast wie ein Schlaginstrument behandelt, das eher Rhythmus als Melodie hervorbringt, sondern auch, weil die Pauken gleichberechtigte Partner des Klaviers sind. Fast meditativ mutet dagegen Brahms‘ Dritte Sinfonie an, die viele für seine emotional reifste halten. Dazu trägt auch der dritte Satz bei, der zu den bekanntesten langsamen Sinfoniesätzen überhaupt gehört und schon oft als Filmmusik eingesetzt wurde. Eröffnet wird das Konzert mit Oper im Zeitraffer. In der Ouvertüre zu seinem „Freischütz“ erzählt Weber fast die komplette Handlung der Oper, inklusive Dorfromantik und Wolfsschlucht. Eine besondere Rolle spielen die Hörner, sie symbolisieren, Jagd, Wald und deutsche Romantik. Nicht umsonst gilt „Der Freischütz“ als erste echte deutsche romantische Oper und hat nicht zuletzt Richard Wagner tief beeindruckt und stark beeinflusst.
Programm
Carl Maria von Weber
Der Freischütz. Ouvertüre
Béla Bartók
Klavierkonzert Nr. 1
Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 3 F-Dur (1883)
Mitwirkende
Gergely Madaras
Dirigent
Anna Vinnitskaya
Klavier
Dresdner Philharmonie
Orchester