Die Geschichte der Dresdner Philharmonie ist untrennbar auch mit ihren Instrumenten verbunden. Sie tragen Erinnerung, Identität und Klangtradition in sich – und sie erzählen von Glanz, Verlust und Neubeginn.
Ein großer Teil des historischen Instrumentenbestands der Dresdner Philharmonie ging im Zweiten Weltkrieg verloren. 1945 wurden zahlreiche Instrumente, die im Archiv des Orchesters aufbewahrt waren, durch einen Brand zerstört. Mit ihnen verbrannten nicht nur die Instrumente, sondern auch ein Stück musikalischer Geschichte Dresdens.
Durch eine großzügige Spende war es nun möglich, zwei sehr wertvolle Instrumente für die Dresdner Philharmonie zu erwerben. Dabei handelt es sich um eine Violine von Antonio Gragnani und ein Violoncello von Santino Lavazza, beide stammen aus dem 18. Jahrhundert. Besonders schön ist, dass das Cello bereits eine Verbindung zu Dresdner und zur Dresdner Philharmonie aufweist, gehörte es doch einst Enrico Mainardi, der in den 1920er Jahren zu Beginn seiner internationalen Karriere ebenfalls Solocellist der Dresdner Philharmonie war.
Konstanze Pietschmann, neue Solocellistin der Dresdner Philharmonie, wird das Cello vorstellen und in vielen weiteren Konzerten der Dresdner Philharmonie zum Klingen bringen. Robert Lis spielt die neue Geige, die künftig den Klang der Violinen der Dresdner Philharmonie mit prägen wird. Boris Giltburg, unser aktueller Artist in Residence, begleitet in diesem Kammerkonzert die beiden Streicher.
Programm
Robert Schumann
Fantasiestücke für Violoncello und Klavier
Sergei Prokofjew
"Fünf Melodien" für Violine und Klavier
Antonín Dvořák
Klaviertrio e-Moll „Dumky-Trio“
Mitwirkende
Konstanze Pietschmann
Violoncello
Robert Lis
Violine
Boris Giltburg
Klavier (Artist in Residence)