Zwei Jahrhunderte trennen die beiden Werke dieses Programms, dennoch sind sie in ihrem existenziellen Ernst verblüffend ähnlich. James MacMillan schrieb sein Erstes Streichquartett, das ihn schlagartig berühmt machte, im Ringen um Glauben, Identität und Ausdruck in der Gegenwart. Beethovens Streichquartett entstand in einer tiefen gesundheitlichen Krise. Der langsame Satz trägt den Titel „Heiliger Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit“ und ist ein extrem persönliches, fast spirituelles Dokument. Seine Zeitgenossen waren ratlos. Ihnen war das Werk zu lang, zu seltsam und zu schwer verständlich. Heute dagegen zählt es zu den größten Kammermusikwerken überhaupt.
Programm
James MacMillan (Composer in Residence)
Streichquartett Nr. 1
Ludwig van Beethoven
Streichquartett a-Moll op. 132
Mitwirkende
Yeeun Choi
Violine
Eunyoung Lee
Violine
Yuri Yoon
Viola
Minjoung Kim
Violoncello