Rätselhaft und gleichzeitig vollendet – so beschreibt ein namhafter Musikkritiker Schuberts großes Spätwerk, sein Streichquintett in C-Dur, das an diesem Abend als Hauptwerk erklingt. Er schrieb es kurz vor seinem Tod und hat es selbst nie gehört. Bis heute verneigen sich Musikliebhaberinnen und -liebhaber vor diesem “tönenden Mysterium”. Einprägsam ist besonders der langsame zweite Satz, der deswegen auch oft als Filmmusik verwendet wurde, zum Beispiel in “Der menschliche Makel” und “Limits of Control”. Ungewöhnlich ist, dass Schubert zwei Celli statt zwei Bratschen, wie sonst im Streichquintett üblich, vorschreibt. Das verleiht der Musik ihren besonders warmen, tiefen Klang.
Programm
Henry Purcell
Fantasias
Mieczysław Weinberg
Streichtrio
Franz Schubert
Streichquintett C-Dur
Mitwirkende
Anna Zeller
Violine
Rosa-Katharina Neßling-Fritsch
Violine
Christina Biwank
Viola
Simon Eberle
Violoncello
Dorothea Plans Casal
Violoncello