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Pietschmann – Dresdner Philharmonie - Manze

Zweihundert Jahre lag Haydns Zweites Cellokonzert in der Prager Nationalbibliothek, und keiner kannte es. Oder besser: alle dachten, es habe ein anderer komponiert. Erst 1951 wurde die Originalhandschrift gefunden, und heute ist das virtuose und gleichzeitig kantable Werk aus den Konzertsälen der Welt nicht mehr wegzudenken. Elgars Streicherserenade, die das Konzert eröffnet, war der erste „Hit“ des Komponisten. Gleich zu Beginn entsteht durch ein rätselhaftes Pizzicato eine besondere Atmosphäre, und den langsamen mittleren Satz lieben die Engländer so sehr, dass er bis heute oft bei Gedenkfeiern und auf Hochzeiten gespielt wird.
William Lawes’ The Sunrise, ein Werk des englischen Frühbarocks, fängt die Schönheit und Symbolik eines Sonnenaufgangs ein. Arthur Bliss’ A Colour Symphony schließlich ist inspiriert von den symbolischen Bedeutungen verschiedener Farben. Hier verschmelzen musikalische und visuelle Ebenen zu einer vielschichtigen Interpretation von Farbe und Klang.

Programm

Edward Elgar
Serenade e-Moll für Streichorchester

Joseph Haydn
Cellokonzert D-Dur

William Lawes
Fantasie g-Moll

Arthur Bliss
“A Colour Symphony”

Mitwirkende

Andrew Manze
Dirigent

Konstanze Pietschmann
Violoncello

Dresdner Philharmonie
Orchester