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Runnicles mit Sibelius

Das Schlagzeug im Orchester ist eigentlich ein ganzer Apparat von Schlaginstrumenten, angefangen bei Trommeln und Tomtoms über Becken und Marimbaphon, bis hin zu Holzblock, Kuhglocke und Schellenkranz. Dementsprechend eindrucksvoll sind auch Konzerte, die für diese Instrumentengruppe komponiert werden, „Veni, Veni, Emmanuel“ unseres Composers in Residence Sir James MacMillan ist da keine Ausnahme, für den Solisten ist sein Konzert, das ihn 1992 schlagartig berühmt machte, ein wahrer Marathon. Zugrunde liegt ein französischer Adventshymnus aus dem 15. Jahrhundert.
Die Zweite Sinfonie des Finnen Jean Sibelius führt uns dagegen in den Norden: Um 1900 versuchte Russland, Finnland stärker zu kontrollieren, was in der Bevölkerung ein starkes Bedürfnis nach kultureller Selbstbehauptung auslöste. Sibelius reagierte darauf musikalisch: Die Sinfonie entwickelt sich hörbar von dunklen, spannungsvollen Anfängen hin zu einem strahlenden, triumphalen Finale – für viele ein musikalisches Bild von Unterdrückung und Befreiung. Besonders das Finale wurde als Aufbruchsgeste und Symbol nationaler Stärke empfunden.

Programm

Felix Mendelssohn Bartholdy
"Die Hebriden" Konzertouvertüre

James MacMillan (Composer in Residence)
"Veni, Veni, Emmanuel" für Schlagzeug und Orchester

Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 2 D-Dur

Mitwirkende

Sir Donald Runnicles
Dirigent

Alexej Gerassimez
Schlagwerk

Dresdner Philharmonie
Orchester